| Geschrieben von Susanna Rusca,
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Die SP-Fraktion hat im
Kantonsrat den Weg geebnet, dass eine funktionierende Kinderbetreuung
bei gleichzeitigem Berufs- und Familienverpflichtungen im Kanton
Zürich zukünftig gut organisieren werden kann. Für die SP ist es
ein zentrales Anliegen, dass die Kinderbetreuung im Vorschulalter in
allen Gemeinden des Kantons angeboten wird. Jede Familie in jeder
Zürcher Gemeinde soll auf ein entsprechendes Angebot zurückgreifen
können.
Der SP-Fraktion ist es zu
verdanken, dass die familienergänzende Kinderbetreuung verbessert
und gesetzlich verankert wird. Wir haben mit anderen konstruktiven
Kräften einem Gegenvorschlag zum Durchbruch verholfen, der
Verbesserungen zur heutigen Situation bringt. Gleichzeitig hat sich
die SP auch für die Volksinitiative „Kinderbetreuung ja“
ausgesprochen und wird sich für diese einsetzten, welche
voraussichtlich im Juni 2010 zur Abstimmung kommt.
Die notwendige
Rechtsgrundlage muss geschaffen werden, damit im ganzen Kanton Zürich
für Kinder ein bedarfsgerechtes Angebot an ausserfamiliärer
Betreuung im Vorschulalter gewährleistet werden kann.
Was will die Initiative?
Es liegt eine
Volksinitiative vor, welche den Kanton und Gemeinden auffordert,
gemeinsam für ein ausreichendes Betreuungsangebot für Kinder von
0-16 Jahren zu sorgen. Wir bekennen uns im Grundsatz zur Initiative.
Die SP gehört zu den Initianten. Anderseits sind wir auch froh und
danken der Regierung, dass sie unser Anliegen in einem Gegenvorschlag
aufgenommen hat. Sie hat die Verbesserung der vorschulischen
Betreuung erkannt.
Was will der
Gegenvorschlag?
Der Gegenvorschlag nimmt
unserer Meinung nach verschiedene unserer Anliegen auf. Er will ein
bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder im
Vorschulalter, aber ohne Mitfinanzierung des Kantons. Mit dem
Gegenvorschlag der Regierung wird zwar das Anliegen geregelt und die
Gemeinden verpflichtet, ein bedarfsgerechtes Angebot zu schaffen.
Der Nachteil des
Gegenvorschlages ist aber, dass den Gemeinden der Anreiz fehlt
Betreuungsplätze anzubieten, weil sie alles selber zahlen müssen
und als Folge wird ein Flickenteppich über den ganzen Kanton
entstehen. Das wollen wir nicht, die Chancengerechtigkeit ist
gefährdert.
Vor diesem Hintergrund bin
ich überzeugt, dass die Volksinitiative „Kinderbetreuung Ja“ die
Kanton und Gemeinden zur Mitfinanzierung der Kinderbetreuung
verpflichtet und sozial abgestufte Elternbeiträge vorsieht, an der
Urne gute Chancen hat, eine Mehrheit zu finden.
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Geschrieben von: anneta18 () am 17-06-2010 09:34